Brainstorming vor Start eines jeden Workshops


Brainstorming

Brainstorming ist eine von Alex F. Osborn 1930er Jahren erfundene Methode zur Ideenfindung, welche die Erzeugung von neuen, kreativen und ungewöhnlichen  Ideen in einer Gruppe von Mitarbeitern hervorbringen soll. Der Name leitete sich von der hinter der Methode stehenden Idee ab, nämlich „using the brain to storm a problem“ (wörtlich: Das Gehirn verwenden um ein Problem anzugehen). [1]

Einführung – Was ist Brainstorming?

Das Brainstorming ist der Klassiker unter den Kreativitätsmethoden. Durch spontane Ideenäußerung ohne ablehnende Kritik wird mit dieser Methode eine große Anzahl an Ideen zu einer gegebenen Problemstellung entwickelt und gesammelt. Beim Brainstorming in der Gruppe (ca. 5-8 Teilnehmer) können sich die Teilnehmer durch ihre Beiträge gegenseitig zu neuen Ideenkombinationen anregen, wodurch insgesamt mehr Ergebnisse produziert werden, als wenn jeder für sich alleine arbeitet. Doch auch letzteres ist möglich, zum Beispiel mit Hilfe von Mind Mapping. [2]

Nutzen von Synergie-Effekten im Team

Brainstorming dient der Entwicklung und Findung von Ideen oder der Lösung Ihrer Probleme unter Ausnutzung von Synergieeffekten in Ihrem Team. Wenn Sie Brainstorming einsetzen, sollte es Ihr Ziel sein, spontan und ungehemmt eine möglichst breite Palette von Lösungsideen gemeinsam in Ihrem Team zu „produzieren“. Nutzen Sie hierbei das Wissen mehrerer Personen zur Problemlösung, heben Sie restriktive gedankliche Grenzen auf oder vermeiden Sie unnötige Diskussionen.

Voraussetzungen und Organisation

  • Sorgen Sie für eine optimale Teilnehmerzahl, die erfahrungsgemäß zwischen fünf und acht Personen liegt.
  • Achten Sie darauf, dass sich Ihr Team möglichst heterogen hinsichtlich ihrer Kenntnisse und Erfahrungen zusammensetzt; hierbei ist es sinnvoll, wenn Sie neben Personen aus dem betreffenden Fachbereich auch Fachleute anderer Bereiche hinzuzuziehen.
  • Ernennen Sie ein Mitglied Ihres Teams zum Moderator; er soll die Sitzung lediglich methodisch unterstützen, die Sitzung zielgerichtet lenken sowie bei Abschweifungen wieder zum Thema zurückführen und sich fachlich neutral verhalten.
  • Nehmen Sie als Führungskraft am Brainstorming nur dort teil, wo Sie echte fachliche Unterstützung geben können.
  • Lassen Sie möglichst ungefiltert alle Beiträge Ihres Teams durch einen Protokollanten aufzeichnen.

Ablauf von Brainstorming

Phase 1:

Ideenfindung – Alle Teilnehmer nennen spontan Ideen zur Lösungsfindung, inspirieren sich gegenseitig und bauen auf den Ideen und Gedanken der Anderen weiter auf. Alle Ideen werden protokolliert.

Phase 2:

Sortieren und Bewerten – Im Anschluss werden sämtliche Ideen vom Moderator vorgelesen und von den Teilnehmern bewertet, sortiert und verknüpft.  Die Bewertung und Auswertung kann in derselben Diskussion durch dieselben Teilnehmer erfolgen oder auch von anderen Fachleuten getrennt vorgenommen werden.

Aufgaben des Moderators

Während der Brainstorming-Sitzung hat der Leiter die Aufgabe, die Gruppe zur Erarbeitung und Darstellung ihrer Vorschläge zu motivieren, zu stimulieren und zu ermutigen. Er sollte unsichere oder zögernde Teilnehmer unterstützen und darauf achten, dass jeder in der Gruppe zu Wort kommt. Befindet sich die Gruppe in einer festgefahrenen Situation, so ist es Aufgabe des Leiters, diese wieder aufzubrechen. Dies kann zum Beispiel durch einen Wechsel der Perspektive geschehen: das Problem wird umformuliert, vergrößert, verkleinert oder mit anderen Fragestellungen in Verbindung gebracht. Der Sitzungsleiter sollte auch dafür sorgen, dass man sich nicht schon zu Anfang in Detailfragen verliert, sondern zunächst aus einer breit-angelegten Sichtweise auf das Problem eingeht. Und schließlich sollte der Leiter auch mit eigenen Worten zusammenfassen und Pausen bestimmen.

Vorteile

  • einfache Vorbereitung und wenig Aufwand bei der Durchführung, geringe Kosten
  • viele innovative und ausgefallene Ideen in kurzer Zeit
  • gute gegenseitige Anregung (Gruppendynamik)
  • gute Gelegenheit, Ideen zu äußern; Synergie-Effekte in der Gruppe
  • Einsatz in Sackgassen, wenn andere Techniken keine weiteren Lösungsansätze mehr bieten

Nachteile

  • wenig optische Reize, bei abstrakter Darstellung der Zwischenergebnisse (Abhilfe: Mind-Mapping )
  • eventuell aufwendige Nachbearbeitung bei großen Ideensammlungen, aufwendige Selektion geeigneter Ideen
  • verrückte, ungewöhnliche Ideen werden von zurückhaltenden Menschen nicht so schnell geäußert
  • Sehr abhängig von den Teilnehmern, Gefahr des Abschweifens und gruppendynamischer Konflikte

Quellen:

[1] Brainstroming – Wikipedia – https://de.wikipedia.org/wiki/Brainstorming

[2] Brainstorming – Quality Serivces & Wissen GmbH –  https://www.quality.de/lexikon/brainstorming/

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