KVP – Kontinuierlicher Verbesserungsprozess


KVP Definition

KVP – Kontinuierlicher Verbesserungs Prozess (Englisch: CIP, continuous improvement process). Hinter dem Kürzel KVP (manchmal auch KEP genannt) steht der kontinuierliche Verbesserungsprozess, eine brauchbare Übertragung des Begriffs Kaizen ins Deutsche. KEP steht für kontinuierlicher Erneuerungsprozess, was dem Kaikaku entspricht. Es ist jedoch zu empfehlen, die japanischen Begriffe zu verwenden, weil sie der Komplexität der Methoden eher Rechnung tragen (Tominagu, 1996).

Was bedeutet KVP?

KVP ist ein Grundprinzip des Qualitätsmanagements und unverzichtbarer Bestandteil der ISO 9001. Das Erarbeiten von Verbesserungsvorschlägen durch KVP-Teams wird üblicherweise gemeinsam mit dem betrieblichen Vorschlagswesen unter dem Begriff Ideenmanagement zusammengefasst. KVP ist das klassische Instrument der betrieblichen Effizienzsteigerung und Kernelement der Lean Management Philosophie.

Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP) ist eine Denkweise, die mit stetigen Verbesserungen in kleinen Schritten die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen stärken will. KVP bezieht sich auf die Produkt-, die Prozess- und die Servicequalität. KVP wird im Rahmen von Teamarbeit durch fortwährende kleine Verbesserungsschritte (im Gegensatz zu Innovationen in Form großer, einschneidender Neuerungen) umgesetzt. KVP ist ein Grundprinzip des Qualitätsmanagements und unverzichtbarer Bestandteil der ISO 9001.

Ziele

Unternehmensziele

Unternehmensziele sind Ausdruck des Selbstverständnisses und des Anspruchs eines Unternehmens. Eine Zielsetzung gehört zu den betrieblichen Grundentscheidungen eines Unternehmens und wird in der Regel von der Unternehmensleitung festgelegt unter Berücksichtigung der zu erfüllenden Normen. Unternehmensziele lassen sich mit verschiedenen Systematiken und Methoden (KVP Core Tools) erreichen. Ein gelebter KVP – Kontinuierlicher Verbesserungsprozess trägt zum großen Teil zur Erreichung der Unternehmensziele bei. Diese sind regelmäßig:

•Kundenzufriedenheit
•Sicherheit, Existenz
•Qualität steigern
•Innovation schaffen
•Umsatz steigern / Kosten senken
•Prozesse optimieren
•Produkte optimieren
•Risiko minimieren
•Reklamationen minimieren / Probleme lösen
•Sicherheit gewährleisten (Produkt und Prozess)
•Konformität sicherstellen
•Zeit sparen / Termine einhalten
•Optimierung der Lieferanten- Kundenbeziehung
•Mitarbeiterzufriedenheit
•…

KVP Ziele

Aus den zuvor festgelegten Unternehmenszielen lassen sich folgende KVP Ziele ableiten:

Systematische Erreichung der Unternehmensziele unter Einsatz von KVP Core Tools und Lean Methoden
Verschwendung jeglicher Art eliminieren
Unternehmensweite Standardisierung sicherstellen
Prozessoptimierung (PDCA)
•Bewusstsein jedes Mitarbeiters im Unternehmen (Shopfloor)
•Potenziale der Mitarbeiter nutzen
•Teamfähigkeiten der Mitarbeiter ausbauen und nutzen
•Synergien erzeugen
•Kommunikation verbessern
•Weiterentwicklung der Unternehmenskultur
•Problem- und Fehlerkultur etablieren
•Anerkennung der Mitarbeiter steigern
•Sicherheit der Mitarbeiter verbessern
•Lessons Learned
•etc.

KVP Projektplanung

5Z – KVP Projektplanung

  1. KVP-Zweck – Warum wird eine das Verbesserungsprojekt (KVP Projekt) benötigt
  2. KVP-Zeitplanung – Bis was muss das KVP Projekt durchgeführt werden
  3. KVP-TeamZusammensetzung – Welche Personen sind im Team
  4. KVP-WerkZeuge – Womit wird die Analyse durchgeführt?
  5. KVP-AufgabenZuweisung – Welche Aufgaben sind durchzuführen?

KVP vs. Six Sigma

Gelingt es nicht, eine beliebige Veränderung im Unternehmen durchzusetzen, so scheinen die Hürden oftmals schon von vorneherein bekannt gewesen zu sein. Allen Beteiligten ist klar, woran es gelegen hat, dass die Initiative schlichtweg scheitern musste. So passiert es auch vielen Unternehmen, die KVP einführen und umsetzen wollen, dass sie früher oder später scheitern müssen! Bei der Ausgestaltung des eigenen KVP im Unternehmen werden viele entgegenstehende Hindernisse von Beginn an gar nicht oder nur unzureichend berücksichtigt, sei es aus Unkenntnis der eigenen Strukturen und der Unternehmenskultur oder aus einer falschen Beurteilung und damit fehlender Berücksichtigung von bestimmten Tatsachen.

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Bild: KVP vs. Six Sigma

Stellvertretend für die wichtigsten Gründe zu Scheitern kann sein,…

  • fehlende oder unzureichende Motivation der Mitarbeiter.
  • keine oder geringe Unterstützung durch Führungskräfte.
  • nicht nachvollziehbare Strukturen innerhalb der Organisation.
  • nicht ausreichende Schulung und Qualifizierung der am KVP beteiligten Personen.
  • fehlende Zeit für KVP-Aktivitäten (z. B. Teambesprechungen, KVP-Workshops, etc.).
  • fehlende Anreize zur kontinuierlichen Verbesserung.
  • keine oder geringe Wertschätzung der Leistungen von Mitarbeitern.
  • keine oder sehr lange Umsetzungszeit von Vorschlägen der Mitarbeiter.

Neben den großen und überaus wichtigen Selbsterklärungen von Unternehmen, den KVP eng an die Unternehmensstrategie anzubinden und diesen als positiven Wert in der Organisation zu verankern, einen Personalabbau aufgrund von KVP Maßnahmen auszuschließen, beide Interessenlagen, sowohl der Mitarbeiter als auch der Firma im Blick zu behalten und KVP als Kulturgut zu positiver Veränderung zu sehen, gilt es aber tatsächlich auch in der täglichen praktischen Ausgestaltung des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses insbesondere auf folgende Merkmale einzugehen und diese als ebenfalls entscheidende Erfolgsfaktoren für den KVP anzufügen:

Diesen Stolpersteinen stehen eine Vielzahl von Faktoren gegenüber, um KVP erfolgreich zu gestalten.

Erfolgsfaktoren im KVP

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Ausarbeitung wurde im KVP Basiswissen + KVP Moderatoren Ausbildung in Workshops ausgearbeitet.

Die 8 Erfolgsfaktoren bei der Einführung von KVP / Lean

ODER: Was Sie unbedingt lassen sollten!

Die 8 Erfolgsfaktoren bei der Einführung von KVP / Lean – ODER: Was Sie unbedingt lassen sollten!

Welches Unternehmen hat sich heutzutage noch nicht mit KVP /Lean beschäftigt und erste Erfolge gefeiert? Warum schaffen es manche Unternehmen KVP / Lean zu einem „Dauerbrenner“ zu machen und warum fallen manche zurück in alte Strukturen?

Vortragsinhalt:

Ein inspirierender Impulsvortrag führt Sie sehr anschaulich zu den 8 Erfolgsfaktoren einer nachhaltigen Umsetzung von KVP / Lean. Die Erfolgsfaktoren geben Ihnen einen Gesamtüberblick und eine sehr gute Orientierung, wie auch Sie in Ihrem Unternehmen die richtigen Stellhebel bewegen können. Worauf kommt es an? Und was sollten Sie unbedingt bleiben lassen?
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Das bemerken Sie spätestens dann, wenn Sie Veränderungen in Ihrem Unternehmen starten möchten. Die Veränderung beginnt also in den Köpfen der Geschäftsleitung und der Mitarbeiter. Versehen mit klaren Visionen und Zielen, kommunikativen Elementen und der Befähigung aller Beteiligten. Der kulturellen Wandel wird untermauert mit klaren strukturellen Elementen. Diese spiegeln sich in der Anwendung von KVP / Lean Methoden und Tools, Workshops, der Messung mit Kennzahlen, sowie in der Integration von KVP / Lean in der Aufbauorganisation wieder. Und einen Erfolgsgarant verraten wir Ihnen bereits jetzt schon: „je einfacher, umso besser!“

Erfolgsfaktoren im KVP – Teil 1

Gelingt es nicht, eine beliebeige Veränderung im Unternehmen durchzusetzen, so scheinen die Hürden oftmals schon von vorneherein bekannt gewesen zu sein. Allen Beteiligten ist klar, woran es gelegen hat, daß die Initiative schlichtweg scheitern musste. So passiert es auch vielen Unternehmen, die KVP einführen und umsetzen wollen, daß sie früher oder später scheitern müssen! Bei der Ausgestatlung des eigenen KVP im Unternehmen werden viele entgegenstehende Hindernisse von Beginn an gar nicht oder nur unzureichend berücksichtigt, sei es aus Unkenntnis der eigenen Strukturen und der Unternehmenskultur oder aus einer falschen Beurteilung und damit fehlender Berücksichtigung von bestimmten Tatsachen. Stellvertretend für die wichtigsten Gründe zu Scheitern kann sein,...

  • fehlende oder unzureichende Motivation der Mitarbeiter.
  • keine oder geringe Unterstützung durch Führungskräfte.
  • nicht nachvollziehbare Strukturen innerhalb der Organisation.
  • nicht ausreichende Schulung und Qualifizierung der am KVP beteiligten Personen.
  • fehlende Zeit für KVP-Aktivitäten (z. B. Teambesprechungen, KVP-Workshops, etc.).
  • fehlende Anreize zur kontinuierlichen Verbesserung.
  • keine oder geringe Wertschätzung der Leistungen von Mitarbeitern.
  • keine oder sehr lange Umsetzungszeit von Vorschlägen der Mitarbeiter.

Neben den großen und überaus wichtigen Selbsterklärungen von Unternehmen, den KVP eng an die Unternehmensstrategie anzubinden und diesen als positiven Wert in der Organisation zu verankern, einen Personalabbau aufgrund von KVP Maßnahmen auszuschließen, beide Interessenlagen, sowohl der Mitarbeiter als auch der Firma im Blick zu behalten und KVP als Kulturgut zu positiver Veränderung zu sehen, gilt es aber tatsächlich auch in der täglichen praktischen Ausgestaltung des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses insbesondere auf folgende Merkmale einzugehen und diese als ebenfalls entscheidende Erfolgsfaktoren für den KVP anzufügen:

Methoden

KVP braucht Methoden um systematisch und strukturiert Verbesserungen generieren zu können. Damit ist aber nicht gemeint, daß die Werkzeuge und Hilfsmittel an sich immer systematisch und strukturiert vorgehen müssen, außerhalb der auf Ursachenfindung zielenden problemlösenden und ablaufoptimierenden Methoden findet sich auch eine Vielzahl an kreativen Herangehensweisen um bestimmte Probleme und Aufgaben zu bewältigen. Der gut geschulte KVP Moderator kann hier aus einem großen Repertoir an KVP Werkzeugen wählen, beispielsweise lassen sich die wichtigsten wir folgt einteilen:

Problemlösende Methoden

  • Ishikawa
  • 5 x Warum
  • 6W Methode
  • A3 Report (8D)

Kreativitätsmethoden

  • Brainstorming
  • Mindmapping
  • 6-3-5 Methode
  • Analogiemethode
  • SCAMPER

Ablaufoptimierende Methoden

  • Spaghetti Diagramm
  • Prozessmapping
  • Turtle Diagramm
  • Wash Methode

Mitarbeiter - Unternehmenskultur

Mitunter das wichtigste Themenfeld um das Gelingen einer KVP Umsetzung zu beeinflussen, sind die Mitarbeiter. Wie oben bereits beschrieben ist die Schulung und Qualifizierung aller am KVP beteiligten Personen unumgänglich, sei es durch professionelle externe Schulungen oder aber auch intern durch Unterweisungen und Kurzschulungen durch Vorgesetzte oder KVP Moderatoren. Je mehr Wertschätzung die Mitarbeiter erfahren, desto besser gehen diese in Ihrer jeweiligen Rolle auf und können diese auch entsprechend ausfüllen. Beispielsweise können nur gut ausgebildete KVP Moderatoren ihre Teams effizient und ergebnisorientiert führen, gleichzeitig den entsprechenden Entscheidern und Führungskräften im Unternhemen unterrichten und zuarbeiten um somit die richtigen Entscheidungen unterstützen zu können.

KVP Projekte

Einer der wesentlichen Faktoren, warum KVP Initiativen schon nach relativ kurzer Zeit zum Erliegen kommen können, ist ein fehlender Mechanismus um Ideen und Verbesserungsvorschläge einzusammeln. Diesen Prozess nennen wir gerne einen Projektetrichter; dieser sammelt Ideen, Problembeschreibungen und Verbesserungsvorschläge aus den unterschiedlichsten Quellen ein, priorisiert diese und leitet die Daten und Aufgaben an die jeweilig zuständige Stelle im Verbesserungsprozess weiter. Ein Ursprung für KVP Projekte kann sicherlich das altbewährte BVW (Betriebliches Vorschlagswesen - Ideenbriefkasten) sein, wird aber auf lange Sicht nicht ausreichend sein. Schon früh sollte man sich überlegen, wie zusätzlich Problembeschreibungen aus Reklamationen ihren Weg zum KVP Team finden, Ursachen von Unfällen, Maßnahmen aus den verschiedenen FMEAs, Auditergebnisse, gesetzliche Anforderungen, Mitbewerbervergleiche, Best Practice Lösungen, u.v.m.

Kommunikation

Zu diesem großen Oberbegriff der Kommunikation im Unternehmen gehören viele weitere Faktoren, die es bei sauberer Betrachtung zu beachten gilt. Eine bestimmte Unternehmenskultur lässst sich schon daran erkennen, ob Visionen und strategische Ziele vorhanden sind und diese auch ausreichend beschrieben werden. Wissen alle Mitarbeiter in welche Richtung es geht und kennt auch jeder seine Aufgaben? Gibt es eine Kultur der offenen Gesprächsführung im Unternehmen oder dürfen Fehler nicht thematisert werden? Nur wenn tragfähige Vorasusetzungen geschaffen werden, kann auch der Erfolg von KVP Maßnahmen und Projekten entsprechend sichtbar gemacht werden und die nötige Würdigung erfahren.

KVP Literatur

OPEX – Operational Excellence

  • Was ist OPEX?
  • Ziele
  • OPEX Modell
  • OPEX Detail Modelle
  • OPEX Rollen