FMEA – Fehlermöglichkeits- und -Einflussanalyse


FMEA – Fehlermöglichkeits- und -Einflussanalyse

FMEA Definition

FMEA (englisch Failure Mode and Effects Analysis, deutsch Fehlermöglichkeits- und -einflussanalyse oder kurz Auswirkungsanalyse)

Schritte der FMEA Methode

5 Schritte der FMEA (VDA)

 

7 Schritte der FMEA (VDA / AIAG)

8 Schritte der FMEA (Maschinenbau / Medizingeräte)

8 Schritte der FMEA

Die sieben Schritte zur Erstellung einer FMEA:

  1. Schritt: Planung und Vorbereitung /Scoping (neu)
  2. Schritt: Strukturanalyse
  3. Schritt: Funktionsanalyse. Fehleranalyse und Risikoreduzierung
  4. Schritt: Fehleranalyse
  5. Schritt: Risikoanalyse
  6. Schritt: Optimierung. Risiko Kommunikation
  7. Schritt: Ergebnisdokumentation (neu)

Basis – Familien FMEA

Ziel der Basis- und Familien- FMEA ist die Dokumentation der Erfahrung und Erkenntnisse über ein Produkt, einen Prozess oder eine Anwendung (zukünftig lediglich "Produkt" genannt) aus der Vergangenheit. Diese Dokumentation sollte ständig mit den neuesten Daten aktualisiert werden und dient zum Einen als Historie der Produktqualität und bildet zum Anderen die Grundlage für zukünftige FMEAs von modifizierten Produkten oder neuen Produkten der selben Produktfamilie. Hierdurch soll gewährleistet werden, dass sich Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen. Zudem spart eine einmal erstellte Basis FMEA Zeit und Kosten bei der Erstellung einer FMEA.

Mithilfe der Dokumentation erarbeitet ein Team die Unterschiede zwischen dem ehemaligen Produkt, für welches eine Basis FMEA vorhanden ist und dem neuen Produkt. Bei der Erstellung der FMEA für das neue Produkt konzentriert sich das Team nun lediglich auf die ausgearbeiteten Unterschiede. Die gesammelten Daten der Basis- oder Familien- FMEA sollten hierbei bei der Übertragung in die neue FMEA kritisch hinterfragt werden.

Die Basis-FMEAs sind hierbei keine Alternative zur FMEA, sondern sind Bestandteil der ganzheitlichen FMEA- Methode und ergänzen diese.

Familien- FMEA

Abgrenzung zur Familien- FMEA: Die Familien- FMEA ist eine besondere Basis-FMEA. Die allgemeine Basis-FMEA ist nicht anwendungsspezifisch. Anforderungen, Funktionen und Maßnahmen können verallgemeinert werden, wohingegen bei der Familien-FMEA die Produkte einheitliche Produktgrenzen und entsprechende Funktionen haben oder Prozesse sind, die aus einer Reihe von Arbeitsgängen bestehen, mit denen verschiedene Produkte hergestellt werden können.

Familien- FMEA = Basis- FMEA | Familien- FMEA sind spezielle Basis- FMEA´s. [1]

Basis- Varianten & Applikationsmanagement [2]

Quelle:

[1] Bild: Familien FMEA - Quality Services & Wissen GmbH https://www.quality.de/lexikon/fmea/

5Z – FMEA Projektplanung

5Z – FMEA Projektplanung

Um termingerecht optimale Ergebnisse erzielen zu können und Nacharbeiten an der FMEA zu vermeiden, sind die Themenbereiche der fünf Z zu Beginn einer DFMEA oder PFMEA zu diskutieren. Diese Themenbereiche können auch Teil der Projektauftaktbesprechung sein.

FMEA-Zweck – Warum wird eine FMEA benötigt?
FMEA-Zeitplanung – Bis wann muss die FMEA durchgeführt werden?
FMEA-TeamZusammensetzung – Welche Personen sind im Team?
FMEA-AufgabenZuweisung – Welche Aufgaben sind durchzuführen?
FMEA-WerkZeuge – Womit wird die Analyse durchgeführt?

FMEA Erfolgsfaktoren

8 Erfolgsfaktoren für das erreichen der Ziele mittels der FMEA Methode

Die Ziele der FMEA leiten sich aus den Unternehmenszielen ab. Gestiegene Qualitäts- und Risikoansprüche der Kunden wirken sich dabei ebenso aus wie die erforderliche Kostenoptimierung der Produkte und Prozesse. Die Unternehmens-Ziele werden zum Qualitäts & Risikomanagement heruntergebrochen, also konkretisiert, und somit zu Handlungszielen. [1]

  • Unternehmensziele erreichen
  • Risikominimierung (Risiko bekannt und im Griff)
  • Sicherheitsnachweis
  • Steigerung der Funktionssicherheit und Zuverlässigkeit von Produkten und Prozessen
  • Entlastungsnachweis im Produkthaftungsfall
  • zielgerechte Kommunikation in internen und externen Kunden- und Lieferantenbeziehungen
  • umfassende präventive Risikobetrachtung
  • Reduzierung von reaktiven, kostenintensiven Korrekturmaßnahmen und Terminverzögerungen
  • verbessertes Systemverständnis und Kommunikation

Erfolgsfaktoren für das erreichen der FMEA Ziele

  • Vorbereitung
    • Eine gute Vorbereitung ist das A und O. Folglich mit einer vorbereiteten FMEA in die Moderation gehen.

  • Moderator
    • guter Moderator
  • Team
    • Sinnvolle Teamzusammensetzung
    • Entscheidung eigenverantwortlich treffen.
    • Das Team sollte in FMEA geschult sein.

  • Fokuselemte Verantwortlicher festlegen (Systemelement)
    • der Moderator ist nicht verantwortlich. Verantwortung wird geteilt. Die FMEA gestaltet sich dann komplexer.
  • Raum und Zeit
    • Dem Team muss die Möglichkeit gegeben werden, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen und am Termin mitwirken zu können.
  • Software
    • Je komplexer ein Produkt oder Prozess ist, um so wichtiger ist eine gute FMEA Software.
  • Familien- FMEA
    • Sinnvoll für ein gutes Basis-Varianten-Management
  • Dokumente
    • Zugriffe auf die wesentlichen Dokumente (Arbeitsanweisungen, Zeichnungen, Lastenhefte...)

Quelle:

[1] Ziele der FMEA - Quality Serivces & Wissen GmbH https://www.quality.de/lexikon/fmea/

 

FMEA Moderator

FMEA Moderator

FMEA Moderator Kompetenzprofil

Insbesondere die Schlüsselposition des Moderators erfordert eine vielseitige Persönlichkeit und ein entsprechend weit gestreutes Kompetenzprofil. Nicht nur die fachlichen und methodisch-didaktischen Kompetenzen stehen im Mittelpunkt. Vielmehr zählt oft auch ein besonderes Fingerspitzengefühl in Form sogenannter "soft-skills" zu den unerlässlichen Kernkompetenzen des erfolgreichen Moderators:

  • Methodenkompetenz 
  • Moderationstechniken
  • Analysefähigkeit
  • Fragetechniken
  • Integrität & Diskretion
  • Gesprächstechniken beherrschen
  • Führungskompetenzen / Menschenkenntnis
  • Visualisierungstechniken kennen und einsetzten
  • Lösungsorientiertes Vorgehen
  • Erfahrungen in den Methoden
  • Dokumentation 
  • Schnittstellen, Produkte und Prozesse verstehen können
  • Allgemeines QM-Wissen
  • Rhetorik 
  • Zielorientiertes Arbeiten
  • Motivationsfähigkeit
  • Überzeugungsfähigkeit
  • Neutralitätsfähigkeit
  • Sicheres Auftreten
  • Abstraktionsfähigkeit - gutes Vorstellungsvermögen
  • Transferfähigkeit
  • technisches Verständnis
  • Empathie
  • Vertrauen / Diskretion
  • Integrationsfähigkeit
  • Führungskompetenz
  • Menschenkenntnis
  • Teamfähigkeit
  • Präsentationsfähigkeit
  • Story - Telling 
  • Visualisierungsfähigkeit
  • Kritikfähigkeit
  • Zeitmanagement
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Belastbarkeit
  • Analytisches Denken
  • Organisationsfähigkeit 
  • Durchsetzungsvermögen
  • Geduld / Gelassenheit
  • Tools - Anwendungskenntnisse (SAP / Office.. )
  • Deutsch/Englisch Kenntnisse
  • Trainer / Coach
  • Interkulturelle Fähigkeiten

FMEA Moderator Gehalt

40.000 - 75.000€ Brutto

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